Im Volleyball erzielt die Mannschaft, die einen Spielzug gewinnt, einen Punkt („Rally-Point-Zählweise“). Diese Regel wurde im Jahr 2001 eingeführt, um die Länge eines Spiels übersichtlicher zu gestalten und das Spiel damit zuschauerfreundlicher bzw. TV -tauglicher zu machen. Zuvor konnte nur die aufschlagende Mannschaft punkten. Begeht die aufschlagende Mannschaft einen Fehler, erhält die andere Mannschaft sowohl einen Punkt als auch das Aufschlagsrecht. Ihre Spieler wechseln die Positionen gemäß der Rotationsfolge, Aufschläger ist dann der Spieler, welcher nach der Rotation auf Position 1 steht.
Es wird in einem Satz normalerweise, so lange gespielt, bis eine Mannschaft 25 Punkte erreicht hat. Für den Satzgewinn muss sie jedoch mindestens zwei Punkte mehr haben als der Gegner, ansonsten wird der Satz bis zur Entscheidung verlängert. Um das Spiel zu gewinnen, muss eine Mannschaft drei Sätze ( Gewinnsätze ) für sich entscheiden (bei Jugendspielen nur zwei Gewinnsätze). In einem eventuellen fünften Satz ( Tie-Break ) wird nur bis 15 gespielt, wobei auch hier die Regel mit zwei Punkten Vorsprung gilt. Vor dem Tie-Break wird sowohl die aufschlagende Mannschaft als auch die Spielfeldseiten neu gewählt. Sobald eine Mannschaft 8 Punkte erreicht hat, wird ein Seitenwechsel vollzogen.
Vor den Regeländerungen des Jahres 2000 galt die Zählung bis 15 grundsätzlich für alle Sätze, wobei die ersten vier Durchgänge spätestens – d. h. unabhängig vom Vorsprung – entschieden waren, wenn eines der beiden Teams 17 Punkte erreichte; der fünfte Satz wurde dann wie heute in „Rally-Point-Zählweise“ bis 15 und ohne Maximalpunktgrenze durchgeführt. Anfangs konnte es bei inoffiziellen Turnieren noch vorkommen, dass die Anwendung der alten Zählweise vereinbart wurde. Inzwischen jedoch haben sich die neuen Regeln praktisch überall durchgesetzt.
Jede Mannschaft kann pro Satz zwei Auszeiten von je 30 Sekunden nehmen.