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Volleyball in Stöcken: Die Unparteiischen

Die Unparteiischen

Ein Volleyballspiel wird von zwei Schiedsrichtern geleitet, die hinsichtlich ihrer Entscheidungsgewalt gleich gestellt sind und ein Team bilden. Sie unterscheiden sich lediglich durch ihre Aufgabengebiete. Der erste Schiedsrichter befindet sich mit seinen Augen ca. 50 cm über der Netzkante. In seinen Tätigkeitsbereich fallen vor allem technische Entscheidungen. Der zweite Schiedsrichter steht ihm gegenüber am anderen Ende des Netzes.

Er entscheidet in eigener Zuständigkeit unter anderem über Netzfehler im unteren Netzbereich (auch Übertreten der Mittellinie durch Spieler) und über Aufstellungsfehler der annehmenden Mannschaft. Außerdem darf der zweite Schiedsrichter pfeifen, wenn der erste Schiedsrichter nicht in der Lage ist, eine Berührung mit einem fremden Gegenstand des Balles zu erkennen. Abgesehen davon kann er Fehler, die außerhalb seines Zuständigkeitsbereichs liegen, zwar anzeigen, allerdings nur in Form einer „Entscheidungshilfe“, d. h. ohne den Spielzug eigenverantwortlich zu unterbrechen und ohne Letztentscheidungsbefugnis, die in solchen Fällen unverändert beim ersten Schiedsrichter liegt.

Die Unparteiischen werden von zwei (in europäischen Wettbewerben vier) Linienrichtern unterstützt, die an den Ecken des Spielfelds platziert sind. Sie zeigen an, ob ein Ball innerhalb oder außerhalb des Feldes den Boden, bzw. bei Überquerung des Netzes eine der Antennen berührt hat, oder auch gänzlich außerhalb des durch die Antennen gekennzeichneten Bereichs hinübergespielt wurde. Außerdem zeigen sie an, ob ein Spieler der annehmenden Mannschaft den Ball berührt hat, bevor er ins Aus ging. Die offizielle Bezeichnung hierfür lautet touche (frz. für [das] Berühren ).
Der Spielberichtsbogen wird vom Anschreiber geführt. Diesem Spielberichtsbogen kann man Aufstellung, Punkte, Sätze, Aufschlagsrecht, Sanktionen, Auswechslungen, Ort und Zeit des Spiels entnehmen. Der Anschreiber sitzt hinter dem zweiten Schiedsrichter. Er darf, wenn der Ball nicht im Spiel ist, von beiden Spielkapitänen und mit Hilfe des zweiten Schiedsrichters als „Sprachrohr“ nach der aktuellen Aufstellung ihrer Teams befragt werden.